Historie

Seit 1952 wird in Espelkamp (Stadt) Fußball gespielt. Schon einige Zeit vorher begann im Herbst 1951 eine Gruppe Fußballer mit dem Training auf dem alten Platz im Ludwig-Steil-Hof. Die Spieler waren fast alle als Flüchtlinge aus den Ostgebieten oder Berlin nach Mittwald - so hieß Espelkamp damals - gekommen. Sie hatten schon in Ostpreußen, Pommern, Schlesien, aber auch in Berlin Fußball gespielt.

In Mittwald gab es zur damaligen Zeit nur einen Sportverein, den ATSV. Hauptsportart war Handball, nun sollte auch eine Fußballabteilung hinzukommen. Den Aufbau dieser Abteilung betrieben damals Artur Dallmer, Otto Lang und Willi Ogonowski. Während Artur Dallmer und Otto Lang als Vereinsfunktionäre tätig waren, kümmerte sich Willi Ogonowski um den sportlichen Bereich. Er war als ältester Spieler und trainierte die Mannschaft. Es gab also auch in der damaligen Zeit schon einen Spielertrainer. Zu Beginn der Spielserie 1952/1953 wollte man unbedingt dabei sein. Die Mannschaft war komplett, es fehlte nur noch ein Torwart. Also musste der schwächste Feldspieler ins Tor gehen. Das waren natürlich keine guten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Abschneiden. Viel schlimmer wirkte jedoch die Tatsache, dass man keinen geeigneten Sportplatz hatte, da der alte Platz im Ludwig-Steil-Hof in seiner Form und seinen Abmessungen nicht den Anforderungen eines Fußballplatzes entsprach. Er wurde für Fußballspiele nicht zugelassen. Um den Spielbetrieb aufnehmen zu können, musste also ein Sportplatz her. Die Fußballer in Mittwald zögerten nicht lange - die Zeit drängte - man baute in Handarbeit einen neuen Sportplatz.


Preußens erster selbsterbauter Sportplatz am Standort der heutigen Ernst-Wiechert-Hauptschule vor einem Spiel im Jahre 1952.

Als Gelände für den neuen Sportplatz bot sich ein schon zum Teil abgeholztes Waldstück zwischen der Isenstedter Straße und der Trakehner Straße an, dort wo heute die Stadtsporthalle und die Ernst-Wiechert-Hauptschule stehen. Es mussten Bäume gefällt und Stubben gerodet werden. Spieler und Fans schufteten in ihrer Freizeit, nach Feierabend und an den Wochenenden mit großem Einsatz und mitreißender Begeisterung. Der Sportplatz wurde Dank des unermütlichen Einsatzes zahlreicher Freiwilliger rechtzeitig fertig. Es war zwar nur ein Waldbodenplatz mit schwarzem Sand, aber für den Anfang war man gerüstet.

Zu Beginn der Spielserie 1952/1953 nahm zum ersten Mal eine Fußballmannschaft aus Mittwald an den Meisterschaftsspielen der 2. Kreisklasse - Gruppe Nord - teil. Zu den Auswärtsspielen fuhr man damals gemeinsam mit dem Rad - auch im Winter. Betreuer der Mannschaft war Herbert Pollok, langjähriger Inhaber eines Schuhgeschäftes an der Breslauer Straße. Man musste am Sonntagmorgen frühzeitig Mittag essen, damit man rechtzeitig zu den Spielen in Oppendorf oder Wehdem war.


Das Waldstadion (heute: Albert-Pürsten-Stadion) während seiner Entstehung 1954.

In der ersten Saison gab es zum Teil hohe Niederlagen, da die leidige Torwartfrage stets dem Erfolg im Wege stand. Für die darauf folgende Spielserie 1954/1955 überzeugte man den sehr guten Handballtorwart Horst Kowalski - er hütete damals das Tor des TuS Nettelstedt, wohnte allerdings in Espelkamp - zum Wechsel zu den Fußballern. Der Erfolg stellte sich noch im selben Spieljahr ein, denn schon 1955 schaffte die Mannschaft als überlegener Meister der 2. Kreisklasse, Gruppe Nord, den Aufstieg in die 1. Kreisklasse! Spieler dieser damaligen ersten Mannschaft in der Stadt waren u.a. Horst Kowalski (Torwart), Hans Peisker, Heinz Braun, Heinz Klose, der damals 44-jährige Willi Ogonowski, Helmut Hartmann, Hubert Patzelt, Harald Lang, Jupp Bocken, August Wille, Rudi Lobe, Hans Krüger und Artur Nickel (Vater von Ex-Nationalspieler Harald Nickel).


1955 wurde die 1. Herrenmannschaft Meister der 2. Kreisliga (B), Gruppe Nord, und stieg in die 1. Kreisliga (A) auf.
Oben v.l.n.r. Hans Peisker, Artur Nickel, Jupp Bocken, Harald Lang und Hans Krüger; unten v.l.n.r. Rudi Lobe, Hubert Patzelt, Torwart Horst Kowalski, Willi Ogonowski, Helmut Hartmann und Heinz Braun.

Die Seniorenmannschaft war nun aufgestiegen, so dass man sich nun Gedanken über die Aufstellung eines Unterbaus für die Herrenmannschaft machen konnte. Eine Jugendmannschaft sollte aufgestellt werden. Spieler aus Mittwald, die aber dort nicht spielen konnten, da keine Jugendmannschaft vorhanden war, spielten bei TuRa Espelkamp und warteten nun auf ihren Einsatz. Mit Bruno Mrozek, einem Sportkameraden vom VfB Fabbenstedt, hatte man einen Betreuer für diese Mannschaft gefunden, so dass bereits ab der Spielserie 1954/1955 eine Jugendmannschaft des ATSV Espelkamp-Mittwald an den Meisterschaftsspielen teilnehmen konnte. Vom Deutschen Fußballbund (DFB) bekam diese A-Jugend-Mannschaft eine Urkunde mit folgender Widmung verliehen:


Die Urkunde des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die A-Jugend des ATSV Espelkamp-Mittwald.

Aus dieser Jugendmannschaft gingen unter anderem so talentierte Spieler wie Harry Ogonowski, Hermann Lang, Manfred Tiemann und Horst Schiemann hervor, die drei Jahre später als Spieler der 1. Herrenmannschaft die Meisterschaft in der 1. Kreisklasse erringen konnten.

Am 15. Mai 1955 wurde das neue Waldstadion an der Isenstedter Straße durch Bürgermeister Wilhelm Kern seiner Bestimmung übergeben und ist seit dem Spielstätte der "Preußen". Das Stadion wurde durch ein Freundschaftsspiel zweier traditionsreicher Mannschaften - Hannover 96 (dem damaligen Deutschen Meister) und SpVgg. Greuther Fürth - eingeweiht.


Das Waldstadion als Spielstätte der Preußen bei Luftaufnahme aus dem Jahre 1958.

Mitte der fünfziger Jahre setzte in Mittwald eine stürmische Aufbauphase ein. Es wurden viele neue Arbeitsplätze geschaffen und Wohnungen gebaut. Die Einwohnerzahl stieg schnell an. Unter den Neuankömmlingen waren viele gute Fußballer wie Rudi Lamm, Rudi Krause, Heinz Lange, Hermann Krück oder Günter Garb. Von der Meistermannschaft 1955 hatten einige Spieler aus verschiedenen Gründen die Mannschaft verlassen. Diese Lücken konnten mühelos geschlossen und die Mannschaft darüber hinaus noch verstärkt werden.

In der Führung der Fußballabteilung des ATSV hatte sich in der Zwischenzeit auch einiges getan. Walter Hillringhaus, ein fußballbesessener Rheinländer, Anton Schillak, ein Allroundsportler aus Allenstein, und Werner Junge waren zum Führungsteam gestoßen. Werner Junge kümmerte sich um die Kasse, während Walter Hillringhaus die gesamte sportliche Organisation der Fußballabteilung übernahm. Nun war man für die 1. Kreisklasse gut gerüstet.


Walter Hillringhaus war für die sportliche Organisation der Fußballabteilung verantwortlich.

Die Fahrten zu den Auswärtsspielen waren nach dem Aufstieg weiter geworden. Man musste unter anderem bis nach Tengern, Holzhausen oder Börninghausen fahren. Diese Strecken waren mit dem Fahrrad nicht mehr zu bewältigen. Hier fanden sich aber schnell treue Anhänger, die damals schon ein Auto besaßen wie z.B. der Milchhändler Wilmsmann, der Eisenwarenhändler Winkelmann, der Fußbodenverleger Kurt Karlowski oder auch Walter Hillringhaus. Sie brachten die Mannschaft mit ihren Autos zu den auswärtigen Spielen. Manchmal wurde auch ein Bus gemietet, der bei der damals herrschenden Fußballbegeisterung immer bis auf den letzten Platz voll besetzt war.

Der bereits erwähnte Anton Schillak übernahm das gesamte Jugendtraining beim ATSV. Er erkannte schnell, was für große Talente in dieser Mannschaft spielten. So betrieb er verstärkt ab Herbst 1956 den gezielten Aufbau einer leistungsstarken A-Jugend-Mannschaft, die bereits am Ende der Serie 1956/1957 Kreismeister wurde und an der Ostwestfalenmeisterschaft teilnahm. Hier schied man jedoch frühzeitig aus. Der Trainer jedoch kam bei den Spielern gut an. Sie mochten "Ihren Anton" und somit waren alle Voraussetzungen für weitere große Erfolge gegeben. In einem Freundschaftsspiel wurde die Mannschaft des DSC Arminia Bielefeld - immerhin Vizeostwestfalenmeister - geschlagen. Schon hier zeigte diese Jugendmannschaft ihre große Stärke.


Im Kreisjugendheim (heute: Espelkamp-Haus) wurde die Gründungsversammlung des FC Preußen Espelkamp abgehalten.

Nachdem es im ATSV zu Spannungen zwischen der Fußballabteilung und den anderen Abteilungen gekommen war, wurde am 04. Januar 1957 im damaligen "Kreisjugendheim" (heute Espelkamp-Haus) an der Rahdener Straße der "Fußballclub Preußen Espelkamp-Mittwald e.V." gegründet. Damit wollte man auf Vorschlag von Willi Ogonowski an den Namen eines ostpreußischen Fußballvereins, nämlich an "Prußia Samland Königsberg" in der neuen Heimat Espelkamp erinnern. Als Vereinsemblem wählte man den "Preußenadler". Artur Dallmer wurde zum ersten Präsidenten gewählt.


Artur Dallmer (* 23.12.1910, † 02.05.1974)
Präsident des FC Preußen Espelkamp 1957 - 1961

Den Aufbau des nun eigenständigen Fußballvereins betrieben damals Artur Dallmer als Präsident, Willi Ogonowski als Vizepräsident, Walter Hillringhaus als Geschäftsführer, Werner Junge als Schatzmeister, Otto Lang als Fußballobmann und Anton Schillak als Jugendobmann.

Während die Herrenmannschaft - nun mit dem Preußenadler auf der linken Brust - stets eine gute Rolle in der 1. Kreisklasse spielte, konnte die A-Jugend unter Anton Schillak in den beiden folgenden Jahren ihr wahres Können unter Beweis stellen. In der Spielserie 1957/1958 war die Mannschaft der große Favorit. In den ersten drei Spielen schoss man über 60 Tore. Ein Spieler fiel dabei durch seine Sprungkraft und seine Kopfballtore besonders auf: Manfred Effenberger. In dieser Saison schoss man insgesamt fast 200 Tore und wurde erneut überlegener Kreismeister. Diesmal war man bei den Spielen um die Ostwestfalenmeisterschaft erfolgreicher und wurde erst im Endspiel durch den SVA Gütersloh geschlagen.


Die erfolgreiche A-Jugend von 1957 mit Trainer und Jugendobmann Anton Schillak

In der darauf folgenden Saison 1958/1959 konnte die A-Jugend erneut ihren Meistertitel souverän verteidigen und gab dann fünf hervorragende Spieler an die 1. Mannschaft ab: Manfred Effenberger, Horst Reisig, Peter Jung, Werner Wegner und Uwe Dexne. Artur Knop war schon ein Jahr früher zu den Senioren gestoßen.


Die A-Junioren des FC Preußen Espelkamp als dreifacher Kreismeister 1959.
v.l.n.r. Spielführer Uwe Dexne, Torwart Manfred Adamek, Horst Reisig, Gerhard Eggers, G. Gronwald, Peter Jung, W. Peng, S. Wachholz, K.-H. Schekelmann, Manfed Effenberger und Werner Wegner.

Diese A-Junioren-Mannschaft mit ihrem Trainer Anton Schillak, auch Jugendobmann des FC Preußen Espelkamp 1957 - 1964, war eine der besten Jugendmannschaften, die je für den FC Preußen gespielt haben. Für die 1. Herrenmannschaft des FC Preußen Espelkamp-Mittwald kam dann 1958 die Stunde des Erfolgs. In die Saison 1957/1958 war die Mannschaft als großer Favorit gestartet und wurde dieser Rolle voll gerecht.


Die 1. Herrenmannschaft des FC Preußen Espelkamp 1958 vor einem Meisterschaftsspiel in Börninghausen.
v.l.n.r. Rudi Krause, Spielführer Rudi Lamm, Torwart Manfred Tiemann, Rudi Lobe, Harry Ogonowski (knieend), Hermann Lang, Heinz Lange, Günter Garb und Hermann Krück.


Die Reserve des FC Preußen Espelkamp im Jahre 1958.
v.l.n.r. Spielführer Gerhard Eggers, Torwart Bubi Labudde, Ulli Briese, Hans Bernsdorf, Wilhelm Tiemann, Artur Nickel, Ulrich Czubycko, Konstantin Matalla, Hans Gronwald, Dieter Riemer und Artur Knop.

Von den 24 Spielen musste man sich nur einmal geschlagen geben und leistete sich drei Unentschieden. Alle anderen Spiele wurden gewonnen, so dass der FC Preußen drei Jahre nach dem Aufstieg in die 1. Kreisklasse unter der Leitung von Cheftrainer Kurt Stänike souveräner Kreismeister wurde und im Jahre 1958 erstmals in die Bezirksklasse aufstieg. Zu dieser Meistermannschaft gehörten die Spieler Manfred Tiemann (Torwart), Horst Kowalski, Hermann Lang, Horst Schiemann, Rudi Lamm (schoss in seinem ersten Spiel für den FC Preußen gegen den TuS Gehlenbeck 8 Tore), Rudi Krause, Rudi Lobe, Heinz Lange, Harry Ogonowski, Hans Bernsdorf, Wilhelm Tiemann, Willi Zapatka, Edmund Kalies, Dieter Riemer, Edward Gronwald, Konstantin Matalla und die beiden Torjäger Hermann Krück und Günter Garb (schoss in einer Serie 64 Tore!) - eine Mischung aus jungen Talenten und alten erfahrenen "Hasen".


Die 1. Herrenmannschaft des FC Preußen Espelkamp als Kreismeister 1958.
v.l.n.r. Spielführer Rudi Lamm, Torwart Manfred Tiemann, Hans Bernsdorf, Harry Ogonowski, Rudi Krause, Heinz Lange, Konrad Matalla, Günter Garb, Willi Zapatka, Horst Schiemann und Dieter Riemer


Espelkamps Bürgermeister Wilhelm Kern (2.v.l.) mit den "Männern der ersten Stunde" anlässlich der Meisterehrung. v.l.n.r. Geschäftsführer Walter Hillringhaus, Präsident Artur Dallmer, Vizepräsident Willi Ogonowski und Fußballobmann Otto Lang.


Spielführer Rudi Lamm nahm den Meisterkranz entgegen (l.), Geschäftsführer Walter Hillringhaus gratulierte (r.).

Am 10. Januar 1959 wurde der aus dem Vorstand ausscheidende Vizepräsident Willi Ogonowski während der Jahreshauptversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Als neuen Vizepräsidenten wählte die Versammlung Alwin Siekermann, der ein Jahr später durch Karl Labudde abgelöst wurde.

Aber nicht nur auf dem Fußballplatz machte der FC Preußen in diesen Jahren von sich reden. Auch am kulturellen Leben der jungen Stadt Espelkamp beteiligte man sich lebhaft.


1959: Die Abordnung des FC Preußen während des Umzuges zur zehnjährigen Stadtfeier.
An der Spitze gehen Präsident Artur Dallmer (l.) und Geschäftsführer Walter Hillringhaus.


Darüber hinaus entwicklete sich das jährliche Sportfest der Preußen zu einer wahren sportlichen Großveranstaltung für die Stadt Espelkamp und den gesamten Altkreis Lübbecke.



1960: Sportfest des FC Preußen Espelkamp gemeinsam mit dem ATSV Espelkamp im Waldstadion.

Nun aber zurück zum Fußballplatz. Verstärkt durch die Jugendspieler Effenberger, Jung, Wegner, Dexne und Reisig griff man bereits im zweiten Jahr der Bezirksklassenzugehörigkeit erneut zur Meisterkrone. Mit einem Punkt Vorsprung und ca. 500 Schlachtenbummlern fuhr man im Mai 1960 zum letzten Meisterschaftsspiel auf den gefürchteten Bergsportplatz nach Hausberge. Die Mannschaft brauchte "nur" noch diesen einen Sieg und die Meisterschaft und der Aufstieg zur Landesliga wären perfekt. Zu Hause in Espelkamp war schon der Ratshausplatz geschmückt, im Vereinslokal, dem Café Central, waren alle Vorbereitungen zur Meisterschaftsfeier getroffen worden. Aber es kam ganz anders für unsere Mannschaft. In einem dramatischen Spiel vor 1.500 Zuschauern dominierte der FC Preußen eindeutig das Spielgeschehen. Angriff auf Angriff rollte auf das Hausberger Tor. Man verzeichnete eine ganze Reihe von Pfosten- und Lattenschüssen; unzählige Male konnte der Gegner auf der Linie retten. Aber das so dringend notwendige Tor für die Preußen fiel nicht. Im Gegenteil, nach einer Stunde Spielzeit schoss der SV Hausberge - der praktisch nur diese eine Torchance hatte - durch Harald Pulter das 1:0; alles war aus. Mit hängenden Köpfen verließen Spieler und Fans den Platz in Hausberge. Zu Hause in Espelkamp wurde die Mannschaft trotzdem gebührend empfangen. Alle Spieler bekamen dunkelrote Nelken und es wurde noch mancher "Stiefel" geleert. Meister der Bezirksliga im Spieljahr 1959/1960 wurde nach einem Entscheidungsspiel gegen den VfB Herford die FT Dützen - eine Mannschaft, die vom FC Preußen in der laufenden Serie mit 3:0 und 7:0 geschlagen worden war.


Die 1. Herrenmannschaft des FC Preußen Espelkamp als Vizemeister der Bezirksliga 1960.
v.l.n.r. Günter Garb, Spielführer Rudi Lamm, Rudi Krause, Werner Wegner, Torwart Manfred Tiemann, Horst Reisig, Roland Bernsdorf, Artur Knop, Hans Bernsdorf, Hermann Lang und Manfred Effenberger.


Das Vereinslokal der Preußen war bis 1967 das "Cafe Central" in der Breslauer Straße 107.
Ab 1967 diente das Gebäude als Espelkamper Polizeistation, bevor es schließlich 1984 abgerissen wurde.


Bereits ein Jahre später, nach Abschluss der Serie 1960/1961, feierte der FC Preußen Espelkamp seinen bis dahin größten sportlichen Erfolg. Nach einem verhältnismäßig schwachen Saisonstart - man lag zur Halbserie bereits fünf Punkte hinter dem Tabellenführer aus Herford - rechnete kaum jemand mehr mit dem FC Preußen. Doch konnte sich die 1. Mannschaft in der Rückserie bei nur zwei Unentschieden bis zur Tabellenspitze hocharbeiten. Wie schon im Vorjahr hatte man vor dem letzten Meisterschaftsspiel einen Punkt Vorsprung vor der Mannschaft des SuS Herford. Diese Mannschaft aus Herford hatte am letzten Spieltag ein Auswärtsspiel beim Nachbarn FC Lübbecke zu bestreiten, während der FC Preußen den schweren Gang zum VfL Holsen bei Bünde anzutreten hatte. Die Mannschaft wusste wie bereits im Vorjahr: sie musste gewinnen! Dieses wurde zu einem der schwersten Spiele; bis zehn Minuten vor dem Spielende lag der FC Preußen jedoch mit 3:2 Toren in Führung. Holsen drängte stark auf den Ausgleich und erkämpfte in den verbleibenden Minuten Ecke um Ecke. Der Ausgleich lag förmlich in der Luft. Mit einem "Befreiungsschlag" in die naheliegende Hochspannungsleitung - die Funken sprühten - beförderte Harry Ogonowski den Ball aus der Gefahrenzone. Der Schiedsrichter pfiff und das Spiel war aus! Die Zuschauer liefen mit Fahnen und Transparenten auf den Platz und feierten ihren Meister. Somit konnte der FC Preußen Espelkamp mit seiner 1. Mannschaft unter ihrem Trainer Rudi Soltau die Meisterschaft in der Bezirksliga und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga - der damals zweithöchsten Amateurklasse - feiern. Der FC Lübbecke leistete außerdem noch Nachbarschaftshilfe und nahm dem SuS Herford mit einem 2:2 noch einen Punkt ab.


1961: Die 1. Herrenmannschaft des FC Preußen Espelkamp als Meister der Bezirkskliga und Aufsteiger zur Landesliga.
hinten v.l.n.r. Betreuer Bruno Renk, Vizepräsident Karl Labudde, Fußballobmann Erich Schneider, Ewald Speckmeier, Harry Ogonowski, Uwe Dexne, Henry Wiechmann, Werner Wegner, Spielführer Heinz Lange, Artur Knop, Geschäftsführer Walter Hillringhaus und Trainer Rudi Soltau; vorn v.l.n.r. Manfred Effenberger, Hans Bernsdorf, Torwart Rainer Ungemach, Torwart Manfred Tiemann, Hermann Lang, Horst Reisig und Peter Jung.

Zur Meisterelf 1961 gehörten: Manfred "Eppes" Tiemann (Torwart), Heinz Lange, Rainer Ungemach, Horst Reisig, Hans Bernsdorf, Ewald Speckmeier, Harry Ogonowski, Uwe Dexne, Henry Wichmann, Peter Jung, Manfred Effenberger, Heinz Lange, Hermann Lang, Werner Wegner, Artur Knop und Roland Bernsdorf.

Aus gesundheitlichen Gründen trat Präsident Artur Dallmer im April 1961 von seinem Amt zurück. Bis zur Jahreshauptversammlung am 22. Oktober 1961 führte der Vizepräsident Karl Labudde kommissarisch den Verein. Die Jahreshauptversammlung wählte danach den Landtagsabgeordneten Albert Pürsten als Nachfolger von Artur Dallmer zum zweiten Präsidenten des FC Preußen Espelkamp. Artur Dallmer wurde zum Ehrenmitglied ernannt.


Albert Pürsten (* 20.02.1923, † 10.06.1980)
Mitglied des Landtages Nordrhein-Westfalen 1959 - 1980
Präsident des FC Preußen Espelkamp 1961 - 1980
Mitglied des Europäischen Parlaments 1979 - 1980
Ehrenpräsident des FC Preußen Espelkamp 1980


In diesen erfolgreichen Jahren wurde der FC Preußen Espelkamp (-Mittwald) weit über die Grenzen des Altkreises Lübbecke hinaus bekannt. In der Landesliga war man ein ernstzunehmender Gegner. Die Mannschaft war ständig in der Spitzengruppe zu finden, belegte in der Spielserie 1964/1965 einen hervorragenden zweiten Platz und wurde somit Vize-Landesmeister. Insgesamt wurde die Mannschaft zudem dreimaliger Sieger des Ostwestfalenpokals.

Aber nicht nur in der Meisterschaft machte man von sich Reden. In zahlreichen Freundschaftsspielen wie z.B. gegen DSC Arminia Bielefeld, Tennis Borussia Berlin, VfL Osnabrück oder Hertha BSC Berlin konnte der FC Preußen sein Können unter Beweis stellen. Wer erinnert sich nicht gern an das große Spiel gegen den Bundesligisten SV Werder Bremen vor 2.500 Zuschauern am Abend des 17. Mai 1966 im Waldstadion:


Zeitungsberichte anlässlich des Freundschaftsspiels gegen den SV Werder Bremen vom 17. Mai 1966.

Unvergessen sind auch die Fahrten nach Leipzig oder Berlin, mit einem Freundschaftsspiel im Berliner Olympia-Stadion gegen die Amateure von Tennis Borussia Berlin. Diese Zeit war sehr eng mit dem Namen Walter Hillringhaus, 1957 - 1964 Geschäftsführer des FC Preußen Espelkamp, verbunden. Walter Hillringhaus wurde für seine Verdienste um den FC Preußen Espelkamp mit seinem Ausscheiden aus dem Vorstand auf der Jahreshauptversammlung am 21. März 1961 zum Ehrenmitglied ernannt. Zum neuen Geschäftsführer wählte die Versammlung den vormaligen Fußballobmann Otto Lang.


Walter Hillringhaus (* 08.08.1920, † 13.03.1996)
Geschäftsführer des FC Preußen Espelkamp 1957 - 1964
Ehrenmitglied des FC Preußen Espelkamp 1972 - 1996


Große Schlagzeilen füllten damals die Zeitungen.......


Aber nicht nur die 1. Herrenmannschaft machte Schlagzeilen. Auch die 2. Herrenmannschaft - die Landesligareserve - hatte in dieser Zeit große Erfolge zu vermelden. Sie war die erfolgreichste Reservemannschaft im Altkreis Lübbecke und spielte zeitweise in der Spitzengruppe der 1. Kreisklasse und grüßte sogar als Tabellenführer. Neben dieser Reservemannschaft nahmen noch eine 3. Mannschaft und eine 4. Mannschaft an den Punktspielen der Senioren teil.


Die 2. Herrenmannschaft des FC Preußen Espelkamp als Vizemeister der 1. Kreisklasse 1965.
oben v.l.n.r. Manfred Blask, Günter Thustek, Jochen Fleer, Klaus Lobe, Alex Ullrich, mitte v.l.n.r. Klaus Hillringhaus, Armin Drisga und Dieter Habel; unten v.l.n.r. Hans Puller, Detlef Dallmer und Kalle Torno.

Keine glückliche Hand hatte man mit den Trainern. Berufs- oder wohnungsbedingt gab es ständige Wechsel in der Betreuung der 1. Mannschaft. In den glorreichen Jahren zwischen 1958 und 1966 wechselten die Trainer elf Mal. In diesen Jahren des Erfolgs machte man im Verein jedoch einen großen Fehler. Alles konzentrierte sich auf die 1. Mannschaft und man vernachlässigte die Jugendarbeit. Die Spieler wurden älter und aus der Jugend kam nichts nach! So musste der FC Preußen Espelkamp mit seiner 1. Herrenmannschaft nach einer 11:2-Niederlage beim SV Löhne-Obernbeck am 05. Juni 1966 aus der Landesliga absteigen.


Erwin Siekermann (* 04.02.1936, † 24.10.2007)
Jugendobmann des FC Preußen Espelkamp 1968 - 1978
Geschäftsführer des FC Preußen Espelkamp 1971 - 1984
Schatzmeister des FC Preußen Espelkamp 1974 - 1976
Vizepräsident des FC Preußen Espelkamp 1980 - 1982
Kreisjugendobmann des Fußballkreises Lübbecke 1979 - 1991


Bereits im ersten Spieljahr nach dem Abstieg aus der Landesliga hatte die Mannschaft die Chance zum sofortigen Wiederaufstieg. In der Spielserie 1966/1967 wurde man in der Bezirksklasse Herbstmeister. Die Rückrunde verlief allerdings nicht so erfolgreich, so dass es am Ende durch etwas Pech mit Verletzungen "nur" zum 3. Platz reichte. Nach drei weiteren Jahren in der Bezirksklasse musste man nach Abschluss der Serie 1969/1970 sogar der Abstieg in die 1. Kreisliga (A) angetreten werden.

Zusätzlich hatte der Verein in dieser Zeit das Problem, dass er nie in der Lage gewesen war, seinen Spielern irgendwelche finanziellen Zuwendungen zu zahlen. So geschah es, dass einige gute Spieler den Club verließen und sich anderen Vereinen anschlossen. Diese so entstandenen Lücken konnten auch von den nachrückenden talentierten Jugendspielern nicht immer geschlossen werden. Doch die "Preußen" rackerten und arbeiteten sich immer wieder hoch.


Im Jahre 1973 spielte die "alte" Landesliga-Mannschaft (in Weiß)
gegen die damalige 1. Herrenmannschaft und gewann mit 3:2 Toren.


Erst in der Spielserie 1976/1977 gelang nach einer erfolgreichen Saison erneut der Aufstieg in die Bezirksliga mit Spielern wie Hardy Krüger (Torwart), Hartmut Numrich, Dietmar Quellhorst, Wolfgang und Günter Sander, Dietmar Samel, Sluppy Schmidt, Michael Schneidereit, Horst Wedber, Willi Soukop, Dieter Retzlaff und Trainer Wolfgang Rüdiger Korten.


1977: Der spätere Bundestrainer Berti Vogts (oben 4.v.l.) zu Besuch beim FC Preußen Espelkamp,
hier mit Präsident Albert Pürsten MdL (oben 6.v.l.) und Cheftrainer Wolfgang Rüdiger Korten (7.v.l.)


Am Freitag, den 15. Juni 1979, erfolgte nach einer einjährigen Umbauphase des Waldstadions vom Hartplatz in einen Rasenplatz die feierliche Eröffnung mit einem Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Köln.


Zeitungsbericht anlässlich des Freundschaftsspiels gegen den 1. FC Köln vom 15. Juni 1979.

Nach Ende der Serie 1979/1980 musste der FC Preußen Espelkamp erneut in die 1. Kreisliga (A) absteigen. Trotz der Auf- und Abstiegswege der 1. Herrenmannschaft galt der Jugendarbeit stets ein Hauptaugenmerk. Aufgrund der bis heute geleisteten hervorragenden Nachwuchsarbeit gab es im FC Preußen Espelkamp immer wieder "große Talente", die in der ganzen Bundesrepublik und teilweise auch im Ausland bekannt wurden. So spielte beispielsweise Manfred Effenberger beim VfL Osnabrück; auch Nationalspieler Harald Nickel ist ein Eigengewächs des FC Preußen Espelkamp, der, ebenso wie der langjährige Bundesligaspieler Wolfgang Pohl, schon in der Knabenmannschaft unseres Vereins Fußball spielte. Auch Norbert Pohl schnupperte schon Bundesligaluft beim damaligen Zweitligisten SC Herford.

Am 21. März 1980 wählte die Mitgliederversammlung den Vizepräsidenten Wolfgang Rüdiger Korten als Nachfolger von Albert Pürsten MdEP MdL zum dritten Präsidenten des FC Preußen Espelkamp. Geschäftsführer Erwin Siekermann wurde zusätzlich zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Den bisherigen Präsidenten Albert Pürsten MdL MdEP wählte die Versammlung auf Vorschlag des Vorstandes zum Ehrenpräsidenten. Am 10. Juni 1980 verstarb jedoch plötzlich und unerwartet der Europa- und Landtagsabgeordnete sowie Ehrenpräsident des FC Preußen Espelkamp, Albert Pürsten.


Wolfgang Rüdiger Korten (* 27.04.1944, † 26.08.2000)
Vizepräsident des FC Preußen Espelkamp 1978 - 1980
Präsident des FC Preußen Espelkamp 1980 - 1996
Mitglied des Rates der Stadt Espelkamp 1994 - 2000
Ehrenpräsident des FC Preußen Espelkamp 1996 - 2000
Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Espelkamp 1999 - 2000


Durch intensive Arbeit in den folgenden Jahren, insbesondere auch im Jugendbereich, konnte im Jahr 1988 der Aufstieg in die Bezirksliga erneut geschafft werden. In einem dramatischen Entscheidungsspiel vor 2.000 Zuschauern auf dem Sportplatz in Holzhausen siegte unsere Mannschaft gegen die SpVgg. Hedem-Vehlage (heute HSC Alswede) mit 3:1 Toren und wurde dadurch Meister des Altkreises Lübbecke und Aufsteiger zur Bezirksliga. U.a. mit den Spielern Peter Friesen, Artur Syperrek, Werner Fiedler, Gerd Pappenhagen jun., Tevfik Cengiz, Dietmar Samel, Ralf Fiebich, Joachim Beihl und Trainer Hartmut Numrich.

Am 17. Oktober 1993 wurde zu Ehren des ehemaligen Europa- und Landtagsabgeordneten und Ehrenpräsidenten des FC Preußen Espelkamp, Albert Pürsten, das Waldstadion durch Bürgermeister Heinz Hennemann und Stadtdirektor Dr. Horst Eller anlässlich eines Meisterschaftsspiels der 1. Herrenmannschaft gegen den TuSpo 09 Rahden in Albert-Pürsten-Stadion umbenannt.

Am Ende der Spielserie 1994/1995 musste die 1. Herrenmannschaft erneut in die 1. Kreisliga (A) absteigen.

Am 29. März 1996 wählte die Mitgliederversammlung Bernd Paeßler als Nachfolger von Wolfgang Rüdiger Korten zum vierten Präsidenten des FC Preußen Espelkamp. Wolfgang Rüdiger Korten wurde zum Ehrenpräsidenten gewählt. Weiterhin wählte die Versammlung Guydo Bittner in das wiedereingerichtete Amt des Vizepräsidenten. Jugendgeschäftsführer Lothar Hartmann wurde als Nachfolger von Herbert Zahnhausen zum Geschäftsführer und Reinhard Moewius als Nachhfolger von Dieter Pudlat zum Schatzmeister gewählt.


Bernd Paeßler (* 21.06.1954)
Präsident des FC Preußen Espelkamp 1996 - 1999


Im Sommer 1998 erfolgte unter der Regie von Cheftrainer Gerhard Reinis der erneute Aufstieg in die Bezirksliga mit Spielern wie Michael Göbel (Torwart), Jens Dawurske, Werner Fiedler, Rüdiger Renk, Waldemar Klein, Thorsten Koch, Heinrich Dyck und Rudi Mantler. Direkt darauf im Jahr 1999 der sofortige Wiederabstieg. Der FC Preußen entwickelte sich zu einer "Fahrstuhlmannschaft".

Nach dem Rücktritt von Bernd Paeßler am 13. Juni 1999 übernahm Fußballobmann Hermann Lang auf Bitten des Vorstandes kommissarisch die Vereinsführung bis zur Jahreshauptversammlung am 14. April 2000.


Hermann Lang (* 05.09.1938)
Geschäftsführer des FC Preußen Espelkamp 1968 - 1970
Jugendobmann des FC Preußen Espelkamp 1988 - 1992
Fußballobmann des FC Preußen Espelkamp 1996 - 2000
Ehrenpräsident des FC Preußen Espelkamp seit 2000


Am 14. April 2000 wählte die Mitgliederversammlung Dieter Meißner als Nachfolger von Bernd Paeßler zum fünften Präsidenten des FC Preußen Espelkamp. Hermann Lang schied aus dem Vorstand aus und wurde zum Ehrenpräsidenten gewählt.


Dieter Meißner (* 21.12.1939)
Präsident des FC Preußen Espelkamp 2000 - 2004
Ehrenmitglied des FC Preußen Espelkamp seit 2004


Nach Abschluss der Spielserie 1999/2000 unter Leitung von Karl-Heinz Wesemann erfolgte der sofortige Wiederaufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Bezirksliga mit Spielern wie Michael Göbel (Torwart), Jens Dawurske, Ercan Kints, Rüdiger Renk, Waldemar Klein, Waldemar Ketschik, Heinrich Dyck, Dos Santos, Carsten Hübert und Alexey Reimer.

Am 26. August 2000 verstarb der Stellvertretende Bürgermeister der Stadt Espelkamp und Ehrenpräsident des FC Preußen Espelkamp, Wolfgang Rüdiger Korten.

Am 20. April 2001 wählte die Mitgliederversammlung Uwe Neumann als Nachfolger von Guydo Bittner zum Vizepräsidenten des FC Preußen Espelkamp. Weiterhin wurde Gerd Pappenhagen jun. für Lothar Hertmann zum neuen Geschäftsführer gewählt.

Am Ende der Hinrunde der Saison 2000/2001 sah es erneut nach einem Abstieg für die 1. Mannschaft aus. Jedoch konnten in der Winterpause mit Egon Peters und Andreas Bajohr zwei hochkarätige ehemalige Preußenspieler verpflichtet werden und nach einer sensationellen Rückrunde erzwang man ein Entscheidungsspiel um den Verbleib in der Bezirksliga. Dieses Spiel auf dem Sportplatz in Isenstedt wurde vor mehr als 1.000 Zuschauern gegen den SuS Holzhausen mit 5:2 Toren gewonnen. Seit dem spielte die 1. Herrenmannschaft stets im oberen Tabellenfeld der Bezirksliga mit. Am Ende der Spielserie 2002/2003 konnte unter Leitung von Cheftrainer Heinrich Dyck mit dem fünften Platz das beste Abschlussergebnis der letzten Jahre erzielt werden.


Steht für den neuen Preußen-Erfolg im Jugendfußball: Alexander Lang.

Erstmalig in der Vereinsgeschichte gelang es den B-Junioren des FC Preußen in der Spielserie 2000/2001 die Meisterschaft in der Bezirksliga und den damit verbundenen Aufstieg in die B-Junioren-Landesliga zu erringen.

Am 26. April 2002 wählte die Mitgliederversammlung Oliver Vogt als Nachfolger von Uwe Neumann zum Vizepräsidenten des FC Preußen Espelkamp. Uwe Neumann verblieb im Vorstand und übernahm die vakante Position des Fußballobmanns.

In den Spielserien 2001/2002 und 2002/2003 konnte der Klassenerhalt in der B-Junioren-Landesliga unter Leitung von Alexander Lang erreicht werden (bisher einzigartig in der Geschichte des Fußballkreises Lübbecke). Die "Meistermannschaft" von 2001 erreichte hingegen in der Saison 2001/2002 ohne Punktverlust den Gewinn der Kreismeisterschaft und konnte anschließend die Relegationsrunde zum Aufstieg in die A-Junioren-Bezirksliga erfolgreich beenden. Wieder gelang es dieser Mannschaft in der Saison 2002/2003 die Meisterschaft in der Bezirksliga zu erkämpfen und den damit verbundenen Aufstieg in die A-Junioren-Landesliga zu erreichen.


Die Urkunden des FLVW anlässlich der Meisterschaften in der B- und A-Junioren-Bezirksliga 2001 und 2003.

Damit machte die Mannschaft den fünften Aufstieg in fünf Jahren perfekt und hat damit die bis dahin beste Jugendmannschaft der Vereinsgeschichte von 1959 überflügelt. Zur Mannschaft gehörten Tobias Bajohr, Waldemar Degen, Alexander Fehner, Waldemar Heinz, Christian Janik, Spielführer Nicki Rainer Jasinski, Oleg Karfich, Timo Klosa, Christian Kraszcynski, Alexander Müller, Viktor Neugebauer, Isaak Peters, Tim Rewald, Mario Warkentin, Torwart Martin Wischnewski sowie Teamchef und Vizepräsident Oliver Vogt.


01. Juni 2003: Die A-Junioren des FC Preußen Espelkamp als Meister der Bezirksliga und Aufsteiger zur Landesliga.
oben v.l.n.r.: Teamchef Oliver Vogt, Waldemar Degen, Oleg Karfich, Christian Janik, Spielführer Nicki Rainer Jasinski, Timo Klosa, Tim Rewald, Mario Warkentin und Isaak Peters; unten v.l.n.r.: Christian Krasczynski, Alexander Fehner, Waldemar Heinz, Torwart Martin Wischnewski, Tobias Bajohr, Viktor Neugebauer, Alexander Müller.

Am 21. April 2004 wählte die Mitgliederversammlung den Vizepräsidenten Oliver Vogt als Nachfolger von Dieter Meißner zum sechsten Präsidenten des FC Preußen Espelkamp. Zum neuen Vizepräsidenten wurde Fußballobmann Uwe Neumann gewählt. Als Nachfolger des ausgeschiedenen Gerd Pappenhagen jun. wurde Lothar Hartmann erneut zum Geschäftsführer gewählt.


Dr. Oliver Vogt (* 15.07.1977)
Mitglied des Rates der Stadt Espelkamp seit 1999
Vizepräsident des FC Preußen Espelkamp 2002 - 2004
Präsident des FC Preußen Espelkamp seit 2004


Am Ende der Saison 2003/2004 musste die 1. Herrenmannschaft in die 1. Kreisliga (A) absteigen. Die A-Junioren sowie die B-Junioren konnten jeweils den Klassenerhalt in der Landesliga sichern. Auch die C-Junioren blieben nach einer durchwachsenen Saison in der Bezirksliga.

Auf der Mitgliederversammlung am 18. Februar 2005 wurde die Vereinssatzung neu gefasst. Vertreter des Vereins gemäß §26 BGB ist nunmehr das neugeschaffene Präsidium bestehend aus Präsident, Vizepräsident, Geschäftsführer und Schatzmeister. Weiterhin wählte die Mitgliederversammlung den stellvertetenden Schatzmeister Dieter Pudlat als Nachfolger von Uwe Neumann zum Vizepräsidenten des FC Preußen Espelkamp.

Die A-Junioren mussten nach einer schlechten Saisonleistung am Ende der Spielserie 2004/2005 wieder in die Bezirksliga absteigen. Die C-Junioren hingegen schafften erneut den Klassenerhalt in der Bezirksliga und konnten die Saison als bester Kreisvertreter abschließen. Nach einem packenden Saisonfinale gelang es den B-Junioren den schon sicher geglaubten Abstieg aus der Landesliga in letzter Sekunde noch abzuwenden. Die 1. Herrenmannschaft schloss die Saison mit einem respektablen dritten Tabellenplatz hinter dem Meister TuS Gehlenbeck und dem TuS Tengern II ab.

In der Spielserie 2005/2006 gelang unter Leitung von Cheftrainer Uwe Korejtek das souveräne Erringen der sechsten Kreismeisterschaft mit dem damit verbundenen Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Bezirksliga. Dies wurde erreicht mit Spielern wie Martin Wischnewski (Torwart), Daniel Bindemann, Christian Neumann, Eugen Fritz, Waldemar Klein, Timo Klosa, Mario Warkentin, Christian Janik, Adrian Rehling, Wilhelm Rogalsky, Torben Kreienbrock, Waldemar Heinz, Isaak Peters, Johann Peters und Alexander Müller.


15. Mai 2006: Die 1. Herrenmannschaft des FC Preußen Espelkamp als Meister der 1. Kreisliga (A) und Aufsteiger zur Bezirksliga.
oben v.l.n.r.: Michael Schillak, Christian Neumann, Timo Klosa, Cheftrainer Uwe Korejtek, Mario Warkentin, Spielführer Torben Kreienbrock, Adrian Rehling, Wilhelm Rogalsky, Isaak Peters, Vitali Reimer, Gerhard Penner und Betreuer Dietmar Samel; unten v.l.n.r.: Oleg Karfich, Alexander Müller, Martin Neumann, Torwart Martin Wischnewski, Torwart Daniel Löwen, Christian Janik, Daniel Bindemann, Johann Peters und Eugen Fritz.

Die A-Junioren konnten nach einer guten Saisonleistung am Ende der Spielserie 2005/2006 in die Bezirksliga den zweiten Tabellenplatz erringen und verpassten den Wiederaufstieg in die Landesliga nur knapp. Sowohl die B-Junioren in der Landesliga als auch die C-Junioren in der Bezirksliga schafften problemlos den Klassenerhalt und konnten die Saison jeweils mit guten Mittelfeldplätzen abschließen. Die 2. Herrenmannschaft schloss die Saison mit einem respektablen fünften Tabellenplatz in der Kreisliga B ab.

Mit einem verdienten 4:2-Sieg über den Landesligisten TuS Tengern wurde die 1. Herrenmannschaft am 03. Oktober 2006 vor 1.112 zahlenden Zuschauern (gesamt ca. 1.500) im Albert-Pürsten-Stadion neuer DFB-Kreispokalsieger. Der FC Preußen Espelkamp hat sich somit für die Spielserie 2007/2008 für den Westfalenpokal qualifiziert.


03. Oktober 2006: Die 1. Herrenmannschaft des FC Preußen Espelkamp als Sieger des DFB-Kreispokals.
oben v.l.n.r.: Thorsten Korejtek, Jan Hiller, Vitali Reimer, Michael Wessel, Adrian Rehling, Jörn Gläscher, Spielführer Mario Warkentin, Cheftrainer Uwe Korejtek, Betreuer Dietmar Samel, Wolfgang Rosengarten, Marcel Holle und Kreisvorsitzender Fritz Struckmeyer; unten v.l.n.r.: Alexander Müller, Eugen Fritz, Vitali Philippi, Vitali Klunk, Johann Peters, Michael Schillak, Martin Neumann und Christian Neumann.

Am 02. März 2007 wählte die Jahreshauptversammlung den stellvertretenden Schatzmeister Eugen Fritz als Nachfolger von Reinhard Moewius zum neuen Schatzmeisters des FC Preußen Espelkamp.

Pünktlich zum 50. Jahrestag der Vereinsgründung erlebte der FC Preußen Espelkamp zugleich das bis dahin sportlich erfolgreichste Jahr seiner Vereinsgeschichte. Nachdem zunächst die A-Junioren unter Leistung von Karl-Friedrich Wessel nach einer überragenden Saisonleistung bereits vier Spieltage vor dem Saisonende am 21. April 2007 durch einen 3:1-Derbysieg gegen den VfB Fabbenstedt die Meisterschaft in der Bezirksliga und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga perfekt machen konnten, folgten wenig später dank einer überzeugenden Rückrunde unter Alexander Lang der erneute Klassenerhalt der B-Junioren in der Landesliga sowie unter Leitung von Jürgen Goroncy der Klassenerhalt der C-Junioren in der Bezirksliga. Zugleich konnten die erst seit zwei Jahren bestehenden B-Juniorinnen unter ihrem Trainer Gerd Pappenhagen ihre klasse Leistung mit der Meisterschaft in der 2. Kreisliga (B) feiern.


21. April 2007: Die A-Junioren des FC Preußen Espelkamp als Meister der Bezirksliga und Aufsteiger zur Landesliga.
oben v.l.n.r.: Jan-Guido Dyck, Denis Fritz, Pierre-Maurice Katenbrink, Benedikt Portmann, Manuel Kottmeier, Patrick Rossel, Christoph Kuhlmann, Daniel Fritz und Trainer Karl-Friedrich Wessel; unten v.l.n.r.: Sebastian Hohn, Torwart Tim Westerhold, Spielführer Christian Gieselmann, Jan-Hendrik Titkemeyer, Can Akbas und Benjamin Rossel.

Die Krönung der Saison erfolgte jedoch durch die 1. Herrenmannschaft. Unter Leistung von Cheftrainer Uwe Korejtek gelang dem gerade im Jahr zuvor in die Bezirksliga aufgestiegenen Team nach einer überragenden Saisonleistung der Gewinn der Bezirksmeisterschaft vor dem TuS Petershagen-Ovenstädt. In der finalen Partie am 03. Juni 2007 gegen den SV Hausberge siegte der FC Preußen Espelkamp vor knapp 850 Zuschauern im Albert-Pürsten-Stadion souverän mit 7:1 und sicherte sich damit die Meisterschale. Zur Meisterelf gehörten Torwart Thorsten Korejtek, Torwart Volker Meyer, Torwart Felix Krucke, Christian Neumann, Vitali Klunk, Spielertrainer Uwe Korejtek, Michael Wessel, Eugen Fritz, Alexander Müller, Martin Neumann, Spielführer Mario Warkentin, Jörn Gläscher, Wilhelm Rogalsky, Adrian Rehling, Vitali Philippi, Jan Hiller und Johann Peters. Tatkräftig wurde die Mannschaft zudem durch den Einsatz von A-Junioren unterstützt.


03. Juni 2007: Die 1. Herrenmannschaft des FC Preußen Espelkamp als Meister der Bezirksliga und Aufsteiger zur Landesliga.
oben v.l.n.r.: Ehrenrat Günter Neumann, Cheftrainer Uwe Korejtek, Martin Neumann, Adrian Rehling, Patrick Rossel, Alexander Müller, Michael Wessel, Johann Peters, Vitali Klunk, Eugen Fritz, Jan-Guido Dyck, Benjamnin Rossel, Spielführer Mario Warkentin, Jörn Gläscher, Christian Gieselmann, Christian Neumann, Jan Hiller, Ehrenratsvorsitzender Hans-Jürgen Schmidt, Betreuer Dietmar Samel und Ehrenrat Albert Fiebich; unten v.l.n.r.: Niklas Korejtek, Torwart Thorsten Korejtek, Torwart Felix Krucke und Co-Trainer Thorsten Rossel.

Die Reserve des FC Preußen, die unter großen personellen Problemen in die Serie gestartet war, belegte unter Leistung von Heinrich Dyck zum Abschluss der Spielserie 2006/2007 einen gesicherten Mittelfeldplatz in der 2. Kreisliga (B).


Die Urkunden des FLVW anlässlich der Meisterschaften in der A-Junioren- und Herren-Bezirksliga 2007.

Mit einem großen Festakt am 04. August 2007 im Espelkamper Bürgerhaus beging der FC Preußen Espelkamp offiziell seinen 50. Geburtstag. Anlässlich dieser Versammlung wurden Detlef Dallmer, Horst Flämmich, Hans-Jürgen Mech, Helmut Korejtek, Friedrich Kopp, Heinz-Jürgen Labudde, Horst Schiemann und Manfred Tiemann für ihre 50-jährige ununterbrochen treue Vereinsmitgliedschaft mit der neugeschaffenen Ehrennadel in Diamant ausgezeichnet und zu Ehrenmitgliedern des FC Preußen Espelkamp ernannt. Ebenfalls erhielt Ehrenpräsident Hermann Lang für seine 50-jährige Mitgliedschaft die Ehrennadel in Diamant.

Weitere Ehrungen konnte Preußens Präsident Dr. Oliver Vogt auf der Jahreshauptversammlung am 29. Februar 2008 vornehmen, bei der Alexander Lang, Dietmar Samel und Heinrich Dyck für ihr jahrelanges vorbildliches Engagement vor allem in der Jugendarbeit des Vereins als erste Vereinsmitglieder die Verdienstnadel in Bronce verliehen wurde. Weiterhin beschloss die Mitgliederversammlung eine Änderung der Vereinssatzung, wonach die Stellvertreterpositionen im Vorstand durch vier Beisitzer ersetzt werden.

Am Ende der Spielserie 2007/2008 standen beim FC Preußen Espelkamp Freud und Leid dicht beieinander. Während die 1. Herrenmannschaft unter Cheftrainer Uwe Korejtek nach einem furiosen Saisonstart, gefolgt von einer langen Winterflaute und anschließender Frühjahrsbelebung den Klassenerhalt in der Landesliga vor dem TuS Tengern sicherte, verfehlte die Reserve unter Trainer Heinrich Dyck mit den vierten Platz in der 2. Kreisliga (B) den Aufstieg ins Kreisoberhaus nur knapp.

Im Jugendbereich sah es noch durchwachsener aus. Zunächst schlossen die C-Junioren unter ihrem Trainer Heinrich Dyck die Spielserie in der Bezirksliga mit einem hervorragenden fünften Tabellenplatz ab, doch am letzten Spieltag mussten die B-Junioren mit Coach Alexander Lang nach siebenjähriger Zugehörigkeit zur Landesliga den bitteren Abstieg in die Bezirksliga hinnehmen. Am selben Tag jedoch, dem 25. Mai 2008, gelang den A-Junioren der bisher größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. In einem dramatischen Finale holte das Team um Trainer Karl-Friedrich Wessel mit einem 3:2-Auswärtssieg gegen den SC Verl die Meisterschaft in der A-Junioren-Landesliga und stieg damit als erste Jugendmannschaft des Fußballkreises Lübbecke in die Westfalenliga, der zweithöchsten Spielklasse, auf.


25. Mai 2008: Die A-Junioren des FC Preußen Espelkamp als Meister der Landesliga und Aufsteiger zur Westfalenliga.
oben v.l.n.r.: Beisitzer Reinhard Moewius, Betreuer Rüdiger Renk, Vitalij Loginov, Marcus Wessel, Torwart Till Wriedt, Enno Eller, David Schmidt, Jan-Hendrik Titkemeyer, Spielführer Christoph Kuhlmann, Pierre-Maurice Katenbrink und Trainer Karl-Friedrich Wessel; unten v.l.n.r.: Anil Kaya, Daniel Fritz, Sven Oevermann, Watschagan Harutjunjan, Dolay Selami Oglou, Bahri Cinar, Can Akbas und Michael Ciomber.

Besondere Ehre wurde unseren A-Junioren zuteil, da die Mannschaft trotz Meiterschaftskampf auch die Fair-Play-Wertung des FLVW für sich entscheiden konnte und als fairstes Team des Verbandes mit einem Pokal und einer Urkunde ausgezeichnet wurde.

Die herausragende Jugendarbeit des Vereins wurde wieder einmal deutlich, als bei den Endspielen des DFB-Kreispokals der A- bis D-Junioren am 17. November 2008 in Preußisch Ströhen der FC Preußen Espelkamp in allen vier Finalpartien stand. Am Ende konnten bei den A-, B- und C-Junioren die Kreispokale wieder mit nach Hause genommen werden.

Bereits in der Hinserie der Saison 2008/2009 war zu erkennen, dass die 1. Herrenmannschaft unter Cheftrainer Uwe Korejtek mit dem Abstieg nichts zu tun haben würde und um die Meisterschaft in der Landesliga mitspielen konnte. Das Team sorgte mit sehenswertem Kombinationsfußball für große Überraschungen und sicherte sich sogar die Herbstmeisterschaft vor dem FC Bad Oeynhausen. Der Titelkampf spitzte sich zum Ende der Saison mit dem VfB Fichte Bielefeld zu und wurde erst am letzten Spieltag am 07. Juni 2009 entschieden. Dabei hatte der VfB Fichte Bielefeld mit einem 7:0-Heimsieg gegen den DSC Arminia Bielefeld III die Nase vorn, während die Preußen vor 950 Zuschauern im Albert-Pürsten-Stadion über ein 1:1-Unentschieden gegen den FC Bad Oeynhausen nicht hinauskamen. Die Vizemeisterschaft in der Landesliga bedeudete zugleich die Teilnahmeberechtigung an einer Relegationsrunde der Tabellenzweiten der fünf Landesligen, um einen weiteren Aufsteiger in die Westfalenliga zu ermitteln. Nach einem Freilos in der ersten Runde traf man am 14. Juni 2009 auf dem Sportplatz in Holsen auf den Tabellenzweiten der Staffel 4, SV Mesum. In einer ausgeglichenen Partie vor etwa 800 Zuschauern setzte sich das erfahrenere Team des SV Mesum mit 2:0 durch und stieg am Ende der Relegation in die Westfalenliga auf.

Auch die 2. Herrenmannschaft unter ihrem Trainer Heinrich Dyck befand sich vom Saisonbeginn an in der Spitzengruppe der 2. Kreisliga (B) und lieferte sich einen spannenden Zweikampf mit dem VfL Frotheim um die Meisterschaft. Nachdem bereits am viertletzten Spieltag durch einen 6:2-Auswärtssieg beim TuSpo 09 Rahden der lang ersehnte Aufstieg in die 1. Kreisliga (A) perfekt gemacht worden war, ließ sich die Mannschaft den Meistertitel nicht mehr nehmen und überquerte am 07. Juni 2009 mit einem 6:1-Heimerfolg gegen TuRa Espelkamp III als Spitzenreiter die Zielmarke.

Bei der Vereinsjugend blieb es bis zum Schluss ein Wechselbad der Gefühle. Die A-Junioren konnten in der Saison 2008/2009 nach einer durchwachsenen Mannschaftsleistung sowie notwendigen Trainerwechsel von Karl-Friedrich Wessel zu Jörg Rodewald in aller letzter Sekunde und mit tatkräftiger fremder Hilfe den Klassenerhalt in der Westfalenliga erreichen und zum siebten Mal in Folge den DFB-Kreispokal gewinnen. Darüber hinaus wurde die Mannschaft wie im Vorjahr Fair-Play-Pokalsieger des FLVW und unterstrich damit, dass man trotz Abstiegskampf auch fairen Fußball spielen kann. Die B-Junioren konnten im ersten Jahr nach dem bitteren Abstieg aus der Landesliga die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Zwar holte das Team um Trainer Egon Peters zum achten Mal in Folge den FOHLEN-CUP und sicherte sich vor dem Ortsrivalen SC Isenstedt den Sieg im DFB-Kreispokal, doch im Ligabetrieb wusste die Mannschaft nicht zu überzeugen und landete am Ende auf einem enttäuschenden sechsten Tabellenplatz. Die C-Junioren um Trainer Heinrich Dyck schlossen die verganene Saison mit dem bisher besten Resultat des vierten Tabellenplatzes ab. Darüber hinaus wurde die Mannschaft zum dritten Mal in Folge Kreispokalsieger. Weiterhin wurden die D-Junioren nach der Vize-Kreismeisterschaft vom Verbandsjugendausschuss für die neue U13-Nachwuchsrunde (Bezirksliga) zugelassen.